Benefiz-Konzert



Liebe Konzertbesucher !

Jetzt endlich das Ergebnis unseres Benefiz-Konzertes vom 3.12.2010 in Saalfeld:
Allein der Erlös dieses Konzertes konnte sogar 6 Kindern von insgesamt 19 Kindern aus den Flüchtlingslagern der Westsahara eine Ferienfahrt nach Deutschland finanzieren.
Diese vergessenen Kinder konnten für 2 Monate den Wüstenlagern entfliehen, sie wurden medizinisch betreut und hatten viele Erlebnisse in Thüringen und Berlin-Brandenburg.

Tatjana war als einzige Vertreterin des Benefiz-Konzertes am 7.August.2011 bei den Kindern in Kleinmachnow während eines Kulturfestes mit bewegenden Theater - Beiträgen dieser Kinder zusammen mit deutschen Kindern.
Davon sind hier einige Fotos zu sehen (unten), auch Kinder haben mit Tatjanas Apparat fotografiert, und weiter unten ist noch ein Zeitungsbericht und die Ankündigung für den Theaterworkshop zu lesen.

Für diese gelungene Hilfe bedanken wir uns im Namen des Salma Verein e.V. (www.salma-online.de) , im Namen der Kinder und als FREYGANG-BAND bei dem interessierten Publikum, bei den Bands "EARTHBEND" und "GEFAHRENZONE", bei Atat, bei Heidi und beim Klubhaus Saalfeld.

Danke !


Link: Bilder groß im extra Fenster anschauen >>>


Hier noch ein besonderer Dank > anschauen >


Link: Thüringer-Allgemeine 04.08.2011
Ferien vom Elend
Hier der Text:
19 Kinder aus der Westsahara werden dank des Vereins Salma in Nordthüringen aufgepeppelt und medizinisch betreut. Vorsitzende Margot Keßler berichtet von den Zuständen im Flüchtlingslager.

Kleinberndten. Zum zweiten Mal hatte der Erlebnisbauernhof Kleinberndten Flüchtlingskinder aus der Westsahara zu sich eingeladen. Der Verein Salma betreut die Jungen und Mädchen, ermöglicht die Aufenthalte in europäischen Ländern. Margot Keßler, die Vereinsvorsitzende aus Kehmstedt klärte während ihres Besuches über die Hintergründe der Republik auf: Ungefähr 160 000 Menschen leben in vier Flüchtlingslagern in der algerischen Geröllwüste.

Einst war die Westsahara spanisches Kolonialgebiet. Nach dem Rückzug der Spanier wurde das Gebiet von Marokko besetzt, die hier lebenden Menschen wurden vertrieben. In eilig gegründeten Lagern ließen sie sich an Westafrikas Küste nieder. "In den ersten Wochen des Jahres 1976 warf die marokkanische Luftwaffe Phosphorund Napalmbomben über den Flüchtlingslagern ab, die 25000 Menschen den Tod brachten. Um den Überlebenden des Bombenterrors eine Zuflucht zu bieten, stellte Algerien den Flüchtlingen vorübergehend ein Gebiet in der Nähe der Wüstenstadt Tindouf zur Verfügung", erklärt Keßler.

Marokko blockiert bis heute die Eigenständigkeit der Saharawis. Vitaminreiche Nahrung ist Mangelware Die Menschen sind von internationaler Hilfe abhängig, auch wenn bereits kleine Gärten angelegt worden sind, notdürftige Schulen und Arztstationen errichtet wurden. Vitaminreiche Nahrung ist Mangelware, Medikamente schwer zu beschaffen. In Zelten leben die Familien mit fünf bis acht Personen auf engstem Raum. Das Wasser kommt nicht aus dem Hahn, es wird durch internationale Hilfe angeliefert.

Jetzt im Sommer herrschen in der Westsahara 50 Grad Celsius. Dank des Engagements europäischer Solidaritätsgruppen können viele Kinder das Lager im Sommer verlassen. Die anderen sind aber körperlich zu schwach oder bekommen wegen schlechten Betragens keine Erlaubnis der Lehrer. An dieser Aktion, die unter dem Namen "Ferien in Frieden" bekannt ist, beteiligt sich der Verein Salma seit vielen Jahren.

Für zwei Monate dürfen die Acht- bis Zwölfjährigen eine andere Welt kennenlernen. Die Altersbeschränkung sei bewusst gewählt, erklärt Keßler. Bis zwölf Jahre kostet der Platz im Flugzeug nur die Hälfte. Zudem verlassen viele der Kinder, die älter sind, das Flüchtlingslager, gehen in Syrien und Libyen zur Schule. Doch selbst das wird mit den Konflikten in den Ländern immer schwieriger. Normalerweise kommen die Flüchtlingskinder drei bis vier Mal in den Genuss, an der Aktion "Ferien in Frieden" teilzunehmen.

Doch das klappt nicht immer. Während die eine Hälfte der Klasse es im Juli geschafft hat und noch bis Mitte August in Nordthüringen zu Gast ist, hatte die andere Hälfte nicht so viel Glück. Sie stand schon am Flughafen, wollte nach Spanien reisen. Doch dann streikte die Fluggesellschaft. Geht alles gut, verbringen die Kinder die ersten paar Tage mit Arzt- und Zahnarztbesuchen sowie dem Einkleiden. "Die meisten Kinder haben Untergewicht, wiegen mit acht Jahren 16 Kilogramm und entsprechen von der körperlichen Verfassung her Kindern mit sechs Jahren", sagt Keßler. Hauptnahrungsmittel wie Linsen, Bohnen, Reis und Weißbrot gebe es zwar reichlich, aber der geringe Nährstoffgehalt führe zu Mangelerscheinungen.

Zudem würden alle Kinder schlecht hören. "Durch das wenige Wasser und schlechte Waschmöglichkeiten setzt sich der Ohrenschmalz fest und verhärtet", so Keßler. Spülungen oder spezielle Behandlungen müsste nahezu jedes Kind über sich ergehen lassen, wenn es zum Arzt gehe. Und alle haben noch Milchzähne, mit acht oder zehn Jahren ist es in der Westsahara nichts Ungewöhnliches. Genau so wie Löcher oder Fehlstellungen. Durch die Hilfe der Mediziner in Nordthüringen, so zum Beispiel durch den Zahnarzt Pocklitz in Sondershausen, könne man die Kinder ärztlich behandeln lassen. Sind alle Untersuchungen durch, geht es ans Einkleiden. "Zwei Drittel der Sachen landen auf dem Müll. Bei den Schuhen habe ich von 19 Paaren 17 wegwerfen müssen", sagt Keßler. 30 Kilo Kleidung nimmt jedes Kind wieder mit nach Hause alles aus Spenden organisiert und beschafft.

Ausflüge auch in die Kyffhäuserregion Untergebracht ist die 19-köpfige Truppe samt Betreuer in der Grundschule Niedergebra. Aufenthalte in Teltow, der Partnerstadt des Vereins, Rudolstadt sowie Keßlers Heimat Kehmstedt und in Wipperdorf gehören zum Ferienprogramm. Auch im Sondershäuser "Just" war man willkommen, hat Ausflüge auf den Possen und Straußberg gemacht. Mit diesen Eindrücken reisen die Kinder bald nach Hause zurück ins von der Welt vergessene Exil.

Ireen Wille / 04.08.11 / TA

Quelle:
http://www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/Ferien-vom-Elend-1534489899

Einladung:
Wer kommt denn hier vom anderen Stern? *
Interkultureller Dialog – Kunst schafft Öffentlichkeit
Kunst- und Theaterworkshop mit Kindern aus der Westsahara und Brandenburg.
Einladung zur Abschlussveranstaltung am Sonntag, 7. August, 17 Uhr im KultRaum e.V., Kleinmachnow, Kapuzinerweg 16.
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen, liebe Freunde, vom 5.-7. August findet im KultRaum Kleinmachnow ein interkultureller Kunst- und Theaterworkshop mit Kindern aus der Westsahara und aus Kleinmachnow und Teltow statt.
Unter der künstlerischen Leitung der Berliner Künstlerin Bettina Semmer, Malerin und Theaterpädagogin und dem Schauspieler und Regisseur Jürgen Nafti wollen wir 3 spannende Kunst- und Theatertage verleben.
Kinder aus den Flüchtlingslagern der Westsahara und Kinder aus der Region werden sich begegnen, 3 Tage miteinander malen, Theater machen, viel gemeinsam erleben und eine Inszenierung vorbereiten für Sie.
Hintergrund: Seit 2004 organisiert der Salma e.V./ Margot Keßler, in Kooperation mit den Kindertagesstätten Teltow, mit großer, persönlicher Unterstützung des Teltower Bürgermeisters Thomas Schmidt und der Deutschlandvertretung der Frente Polisario, fast unbemerkt von jedweder Öffentlichkeit ein gemeinnütziges Ferienprojekt in viel ehrenamtlichen Engagement. Kinder aus den Flüchtlingscamps der Westsahara verleben in Europa „Ferien in Frieden“, so auch in Teltow.
Wir möchten unter dem Motto „Kunst schafft Öffentlichkeit“ dazu beitragen, Sie an diesem großartigen Projekt teilhaben zu lassen, Sensibilität für ungewohnte Begegnungen zu schaffen, Ihren Kindern und den Kindern aus der Westsahara die große Weite und Nachhaltigkeit von Begegnungen zu ermöglichen.
Den Abschluss des Workshops wollen wir gemeinsam mit Ihnen und vielen Gästen in einem, von den Kindern erarbeiteten, sicherlich recht ungewöhnlichen Spektakel im Garten und auf der Bühne des KultRaumes in Kleinmachnow verleben.
Wir laden Sie und ihre Kinder herzlich ein, dabei zu sein bei der Abschlussshow der Kinder mit anschließendem Come Together. Viele Bilder, Theater und Musik erwarten Sie. Es wird aussergewöhnlich und sicherlich anders! Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Ihre Claudia Dahremöller
PS: Wie freuen uns, wenn Sie die Einladung an Interessierte weiterreichen!
Nähere Informationen zur Veranstaltung und zum Projekt und wenn Sie Lust haben uns zu unterstützen oder Ihr Kind gern dabei sein möchte: claudia.dahremoeller@spd.de Tel: 0151 151 78182 www.kult-raum.de
Weitere Informationen finden Sie hier:
www.kult-raum.de
www.salma-online.de
http://www.bettinasemmer.de
http://artifariti.blogspot.com
www.comprendes.de/nachrichten/nachrichten-einzelansicht/datum/2011/06/28/ferien-in-frieden
KultRaum
Kleinmachnow, 20. Juni, 2011



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Wir schrieben damals nach dem Konzert:

Wir danken dem zahlreichen Publikum !
Das Ergebnis des Benefiz-Konzerts sind
3000€ für Ferienfahrten der Kinder aus den
Flüchtlingslagern der Westsahara
Das Geld reicht für die Fahrt und den Ferienaufenthalt von 3 Kindern in Deutschland.
Danke an alle







03.12.2010
Saalfeld "KLUBHAUS"
Konzert für die Flüchtlingskinder der Westsahara
Dafür sollen die Einnahmen sein, also kommt recht zahlreich: